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„Das Glas ist schon wieder zersprungen“ sagte Herzog Klemens betrübt, „und die Essenz hat sich im Fußboden verschlossen. Diesmal waren wir aber zum Greifen nahe daran, wie, Gallmayr? Sag er’s, damit das Fräulein nicht lacht.“
„Es lächert mich durchaus nicht!“ antwortete sie. „Was ist aber dies?“
„Gold!“ sagte der Herzog. „Völlig reines Gold. Es ist dabei herausgekommen. Aber es nützt uns nichts. Man muß ja Gold hineintun, damit die Verwandtschaften aufwachen, die Stoffe sich veredeln können. Aber es kommt immer nur so viel Gold heraus, wie ich hineintue, und kein Gran mehr. Ein umständliches Geschäft, und ein schlechtes dazu, wie jedes, das nicht mehr einbringt, als man hineingesteckt hat, die Arbeit gar nicht zu rechnen. Setzen Sie sich aber ein wenig zu mir, Kind, Damit ich mich nicht völlig in meinen unguten Gedanken verfange. Das Feuer, Gallmayr!“
Der kleine Trabant ergriff den Blasebalg und tauchte ins Wesenlose. „Ja, so plagt man sich“, fuhr Klemens fort, „und es gibt Augenblicke, da sich die Frage nach dem Warum weiß Gott nicht beantworten läßt. Etwas fehlt halt immer. Erzählen Sie mir nur geschwind ein paar Neuigkeiten.“
„Nicht daß ich wüsste“ antwortete sie. „Nur bekümmert’s mich, daß nichts vorwärts gehen will.“
„Machen Sie sich deshalb das Herz nicht schwer. Ich bin’s gewöhnt.“ Er griff nach den Papieren und blätterte darin. „Hier, Pagina hundertdreizehn, das ist der dunkle Punkt! Sagt ich’s nicht gleich, als wir es übersetzten? Der Stein, den der ägyptische Vogel Hutu im Kropfe trägt, fehlt uns. Ja, wenn wir den hätten, wäre alles ganz einfach. Woher soll ich aber hier in München den Vogel Hutu nehmen? Sehen Sie, an solchen Kleinigkeiten hängt es, das kenn ich schon. Und es ist überall so im Leben. Man weiß genau, woran es liegt, aber den letzten Dreh bringt man halt nie zuwege.“
„Es gibt schon Leute, die ihn zuwege bringen“, sagte Isabella, „mir scheint aber, daß sie außerhalb des Lebens stehen.“
„Dann werden sie auch nichts davon haben“, antwortete Klemens, mit seinen Gedanken schon wieder woanders, denn er sah, daß der kleine Gallmayr sich aufgerichtet hatte und mit dem Blasebalg bedeutende und seltsame Bewegungen machte. „Was gibt’s?“
„Ganz gewiß“, sagte nun aber Gallmayr, „das mit dem ägyptischen Vogel Hutu ist richtig! Unsereiner stößt immer auf ein Loch, in dem der Vogel Hutu sitzen müsste. Er sitzt aber nicht. Seit dem Herbst, Durchlaucht, habe ich eine Maschine erfunden, die ewig läuft, ohne daß man sie anzutreiben oder aufzuziehen braucht. Sie läuft völlig von selber, immer und immerzu.“
„Wenn sie fertig ist, zeigt Er mir’s“
„Sie ist fertig, mit Verlaub“, sagte Gallmayr stolz „Nur-“
„Ja?“
„Nur fehlt mir noch ein winziges Hakerl, das immer so macht. Aber ich will’s dem Herrn Grafen von Haimhausen sagen – in seiner Akademie sitzen die grundgelehrtesten Professoren, für die muß es doch eine Kleinigkeit sein, so ein Hakerl zu machen.“
„Das tu Er!“ sagte Klemens. „Ja ja, der Vogel Hutu! Der ist an allem schuld, was nicht geht. Mich wundert, daß man ihn nicht überall als Wappenvogel sieht“


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